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Es ist eine Probe, die Literatur-Geschichte schrieb. Nochmals nachzuerleben am Freitag, 2. März, 20 Uhr, in der Stadthalle Rheinberg. Das Kulturbüro der Stadt Rheinberg zeigt das Schauspiel „Der kaukasische Kreidekreis“ von Berthold Brecht. Zum Schauspieler-Ensemble gehört auch Peter Bause.

Erzählt wird die Geschichte der Magd Grusche, die in Kriegswirren das Kind der korrupten Gouverneursgattin in aufopfernder Weise rettet und erst nach vielen Abenteuern und einem Prozess, den der schalkhafte Richter Azdak (Peter Bause) entscheidet, als ihr „eigenes“ in die Arme schließen kann.

 

Foto: Bernd Böhner

Wahre Mutter ausgemacht

Ausschlaggebend ist hier die von Azdak anberaumte sogenannte „Kreidekreis-Probe“, mit deren Hilfe der gewitzte Armeleute-Richter die wahre Mutter ausmacht: Er stellt den kleinen Jungen in einen Kreidekreis und weist Grusche und die Gouverneursgattin an, das Kind gleichzeitig mit aller Macht am Arm zu sich zu ziehen. Als Grusche zweimal loslässt, um den Kleinen nicht zu verletzen, erkennt Azdak, dass der Magd – im Gegensatz zur leiblichen Mutter – das Kindeswohl wichtiger ist als der Besitz und spricht ihr das Kind zu.

Vorbild

Das Motiv der Mutterprobe findet sich bereits in einem biblischen Urteil Salomos (1. Buch der Könige). Direktes Vorbild für Brechts Geschichte ist allerdings der Kreidekreisstoff von Li Hsing-tao aus dem 13. Jahrhundert, der in der Übersetzung von Klabund (1925) sehr erfolgreich war.

Karten für das Schauspiel von Berthold Brecht gibt es zum Preis von 22 €, 20 € und 18 € (je nach Platzkategorie) im Kulturbüro der Stadt Rheinberg, Stadthaus, Erdgeschoss, Zimmer 15, Tel. 02843/171-270 oder -271.

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