NRlive.de - die Plattform für Tourismus, Freizeit und Lifestyle am Niederrhein

NewsLetter Facebook Team Kontakt

Ab Samstag, 14. April, sind im grenznahen Afrika Museum im niederländischen Berg en Dal die Werke von 40 Künstlern zu sehen. Sie zeigen Zukunftsvisionen Afrikas. Zentraler Dreh- und Angelpunkt aller Arbeiten ist die persönliche Perspektive der Foto- und Videokünstler im Hinblick auf soziale, politische, ökonomische und historische Entwicklungen. Die gezeigten Bilder sind Teil der Fotobiennale „Rencontres de Bamako“, der renommiertesten Plattform für zeitgenössische Fotografie aus Afrika und der afrikanischen Diaspora. Afrotopia ist bis zum 2. September 2018 im Afrika Museum in Berg en Dal zu sehen.

Lola Keyezua – Stone Orgasms – 2015 – nr2 – 80cmx120cm

In den Monaten um den Jahreswechsel war die panafrikanische Fotoausstellung im Rahmen der 11. afrikanischen Fotobiennale in Malis Hauptstadt Bamako zu sehen. Zum ersten Mal in der Geschichte der Biennale gastiert die Ausstellung nun außerhalb Afrikas; genauer gesagt im Afrika Museum im grenznahen niederländischen Ort Berg en Dal. Das Timing passt. Denn das Museum befindet sich im Umbruch – die aktuelle Situation des Kontinents soll verstärkt in den Vordergrund gerückt werden. „Die Ausstellung Afrotopia ist für uns der Auftakt, um gegenwärtigen afrikanischen Entwicklungen im Afrika Museum mehr Raum zu geben“, erläutert Museumsleiter Stijn Schoonderwoerd.

Panafrikanische Kräfte

Der Titel „Afrotopia“ verweist laut Ausstellungs-Kuratorin Marie-Ann Yemsi zum einen auf das gleichnamige Buch des senegalesischen Autors und Wirtschaftswissenschaftlers Felwine Sarr. Er verweist aber auch auf die Fotobiennale als integralen Bestandteil der neuen panafrikanischen Kräfte, die Veränderungen ermöglichen können. „Der Titel Afrotopia steht für den afrikanischen Beitrag zu einer Welt, in der es nötig ist, die zukünftigen Ressourcen neu zu überdenken“, so das Fazit der Kunstkennerin mit deutsch-kamerunischen Wurzeln.

 

Zied Ben Romdhane – West of Life – 2014-2016 – nr3 – 40cmx60cm opt

Deutsche Beteiligung

Aus dreihundert Einsendungen wurden Werke von 40 zeitgenössischen afrikanischen Fotografen und Künstlern ausgewählt, die sich vom Thema Afrotopia und der potenziellen Stärke Afrikas für eine gemeinsame Zukunft haben inspirieren lassen. Mit Yvonne Buchheim und Magdalena Kallenberger sind auch zwei deutsche Künstlerinnen in der Ausstellung vertreten. Beide leben in Kairo und gehören zum Fotografinnen-Kollektiv „Cairo Bats“. Die Künstlerinnen inszenieren Fotografien durch spielerische Interaktionen im halb-öffentlichen Raum; als Kulisse dienen die Flachdächer der Stadt.

Über das Afrika Museum

Das Afrika Museum in Berg en Dal ist das einzige Völkerkundemuseum der Niederlande, das speziell auf afrikanische Kunst und die Kulturen südlich der Sahara ausgerichtet ist. Die Kombination aus dem Innenmuseum mit seinen Ausstellungen und einem Freilichtmuseum, bei dem das Erleben im Mittelpunkt steht, macht das Afrika Museum zu einem interessanten Tagesausflugsziel für Besucher aller Altersgruppen.

Allgemeine Informationen

Das Afrika Museum ist dienstags bis sonntags von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Der Eintritt für Erwachsene kostet 14 Euro, für Kinder und Jugendliche bis 17 Jahre und Studenten sechs Euro. Die Ausstellung ist für Kinder ab 12 Jahren geeignet. Weitere Informationen zum Museum unter www.afrikamuseum.nl/de.

X