NRlive.de - die Plattform für Tourismus, Freizeit und Lifestyle am Niederrhein

NewsLetter Facebook Team Kontakt

Das mittelalterliche Leben von Rittern, Knappen und Burgfräulein können Besucher von Samstag, 19. Mai, bis Montag, 21. Mai, rund um Burg Linn in Krefeld erleben. Auf dem Handwerkermarkt der „Arbeitsgemeinschaft Flachsmarkt“ werden heute kaum noch bekannte oder bereits historische Herstellungsprozesse und Produkte vorgeführt.

Schaukelpferdschnitzer, fotografische Scherenschnitte, Brillenmacher, Münzpräger und Bogenbauer – auf dem Flachsmarkt gibt es neben lieb Vertrautem einiges Neues zu entdecken und zu erleben. Auf dem Flachsmarkt in Krefeld kann man nicht nur schauen, vor allem für die kleinen Besucher ist er ein Mitmach-Paradies: Es wird gedrechselt, getöpfert, gefilzt und geschmiedet, getrommelt und vieles mehr.

Foto: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation, L. Strücken

Helmschlagen und Sauhatz

An allen drei Markttagen demonstrieren die Handwerker ihre Kunst und informieren über Arbeitsweisen, Ideen und Traditionen. Alles wird umrahmt von einem Unterhaltungsprogramm mit Musikantengruppen, Leierkastenspielern, Gauklern und Sängern. Und ohne die Ritter im Heerlager, die ihr Können beim Ringstechen, Helmschlagen, Rolandsreiten, Lanzenstechen und bei der Sauhatz unter Beweis stellen, ist der Flachsmarkt kaum mehr vorstellbar. Während der Turnierpausen haben die Besucher Gelegenheit, das Ritterlager und -leben aus nächster Nähe kennenzulernen.

Das Archäologische Museum Krefeld an der Rheinbabenstraße hat an Pfingsten von 10 bis 18 Uhr für Besucher geöffnet. Höhepunkte sind die Funde aus dem römisch-fränkischen Gräberfeld sowie dem römischen Kastell und seiner Siedlung. Das römische Kastell in Krefeld war Teil des Niedergermanischen Limes und soll 2020/22 als Welterbe anerkannt werden.

Markt mit großer Geschichte

Der Flachsmarkt in Krefeld-Linn ist übrigens ein Markt mit großer Geschichte – er blickt auf eine über 700-jährige Tradition zurück. Als der damals kurkölnische Ort in der ersten Hälfte des 14. Jahrhundert die Stadtrechte erhielt, brachten die Bauern ihren Flachs dorthin und tauschten ihn gegen Dinge des Alltages. Der Flachsmarkt auf dem Andreasmarkt entwickelte sich schnell zu einem Jahrmarkt, der außer regen Tauschgeschäften zwischen Bauern, Händlern und Handwerkern auch der Volksbelustigung diente. Dieses Markttreiben endete erst Anfang des 20. Jahrhunderts.

Geöffnet hat der Flachsmarkt am Pfingstsamstag, 19. Mai, sowie am Pfingstsonntag, 20. Mai, jeweils von 10 bis 19 Uhr. Am Pfingstmontag, 21. Mai, können Besucher das bunte Treiben von 10 bis 18 Uhr erleben. An der Tageskasse kosten die Tickets acht Euro für Erwachsene (ab 16 Jahre). Kinder und Jugendliche bis 16 Jahren zahlen zwei Euro, Kinder unter sechs Jahren haben freien Eintritt. Am Samstag, 19. Mai, ist Familientag: Kinder unter 16 Jahren haben freien Eintritt.

Weitere Informationen auf www.flachsmarkt.de

Über den Autor

Ähnliche Beiträge