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Omer Klein. Foto: Alexander Heil

Jazz in verschiedensten Facetten ist beim 32. Internationalen Jazzfestival vom 21. bis 23. September in Viersen zu hören. Auch Soul, Funk, Elektro und Blues werden auf den drei Bühnen und beim Public Viewing im überdachten Innenhof gespielt. Veranstaltet wird das Festival von der Kulturabteilung der Stadt Viersen.

Am ersten Festivaltag spielt Omer klein als „Artist in Residence“ und Preisträger zahlreicher Jazzwettbewerbe bei dem Viersener Jazzfestival gleich drei Konzerte: als Solist, als Duo mit dem bekannten Jazz-Bassisten, Bandleader und Komponisten Omer Avital und als Trio mit Haggai Cohen Milo am Bass und Amir Bresler am Schlagzeug.

Soul-Jazz und Acid

Gustav Peter Wöhler mit Band. Foto: Irene Zandel

Den Festivalauftakt auf Bühne eins übernimmt aber der britische Soul- und Jazzsänger Myles Sanko. Gemeinsam mit seiner sechsköpfigen Band wartet er mit einer großen musikalischen Bandbreite auf, die vom melodischen Soul-Jazz über Acid bis hin zum tanzbaren Feel-Good-Soul reicht. Ein großer Fan von Myles Sankos ist kein Geringerer als Gregory Porter.

„Behind Blue Eyes“ heißt die Jubiläumstour, die die vier Musiker Gustav Peter Wöhler – bekannt als Schauspieler, Rocksänger und Entertainer, Kai Fischer, Mirko Michalzik und Olaf Casimir auf das Viersener Festival führt. Sie spielen ein Best-of-Konzert zum 22-jährigen Bestehen.

18 Musiker gleichzeitig auf der Bühne

Till Brönner und Dieter Ilg. Foto: Chris Noltekuhlmannn

Am Samstagabend übernehmen mit Startrompeter Till Brönner und dem Freiburger Bassisten Dieter Ilg zwei Hochkaräter des deutschen Jazz die Festhallenbühne und präsentieren ihr neues gemeinsames Album „Nightfall“.

Anschließend wird die französische „Electro Deluxe Big Band“ die Hauptbühne rocken – handgemacht, kompakt, hochgradig energiegeladen. Mit Funk und ihrem stimmgewaltigen Frontmann James Copley zünden die französischen Musiker ein musikalisches Feuerwerk. Verstärkt durch ihre Big Band werden 18 Musiker auf der Bühne spielen.

Skandinavien ist Trumpf

Skandinavien stellt sich vor, heißt es am zweiten Festivaltag auf Bühne zwei. In den ersten beiden Sets stellt der schwedische Pianist und Komponist Jacob Karlzon sich und seine Musik vor. Gemeinsam mit dem dänischen Bassisten Morten Ramsbøl und Rasmus Kihlberg am Schlagzeug zeigt er, dass man auch mit der klassischen Konstellation aus Piano, Kontrabass und Schlagzeug musikalisches Neuland betreten kann. Auf seinem neuen Album „Now“ kombiniert Karlzon elektronische Elemente von Synthesizer und Computer mit der Vielfalt seines Klavierspiels.

Die spielfreudigen Musiker um den norwegischen Geiger Bjarte Eike treten schwungvoll im Ernst-Klusen-Saal auf. Foto: Matthew Long

Nach dem Jacob-Karlzon-Trio erobern die spielfreudigen Musiker um den norwegischen Geiger Bjarte Eike den Ernst-Klusen-Saal. Die Alehouse Sessions mit den Barokksolistene sind Crossover-Konzerte, die Kunst- und Volksmusik, Konzert und Happening, Musikvortrag und Schauspielerei miteinander verbinden.

Ritter Rost und der Schrottkönig

Der Ali-Haurand-Keller ist der jungen Musikergeneration vorbehalten. Neben den Gewinnern der Jazzband Challenge sorgen der Mundharmonikaspieler Konstantin Reinfeld, der Jazzpianist Christoph Spangenberg sowie die russischstämmige Sängerin und Songwriterin Maya Fadeeva für groovige Clubatmosphäre.

Der dritte Tag gehört den jungen Zuschauern, ihren Verwandten, Freundinnen und Freunden. Auf dem Programm steht um 15 Uhr „Ritter Rost und der Schrottkönig“. Ritter Rost, das Burgfräulein Bö, ihr sprechender Hut und der Drache Koks – alle werden sie gesprochen von den Originalstimmen der CD. Mit von der Partie ist das Jugendjazzorchester NRW.

60 Euro bezahlen Besucher fürs Festivalticket, 45 Euro für das Tagesticket am Freitag oder Samstag und 7,50 Euro für den Junior‘s Jazz Open am Sonntag. Das Programm startet am Freitag, 21. September, 19 Uhr, und am Samstag, 22. September, 18 Uhr.

Auftritte für Nachwuchsmusiker

Das Jugendformat Jazzband Challenge feiert ein kleines Jubiläum, denn bereits zum fünften Mal wird talentierten Nachwuchsmusikern die Möglichkeit gegeben, ihre Jazz-Band oder ihr Projekt vorzustellen und einen Auftritt beim diesjährigen Jazzfestival zu gewinnen.
In Zusammenarbeit mit der Viersener Rockschicht gibt es daher zwei Wochen vor dem Festival, am 7. September, 20 Uhr, in der Rockschicht an der Bahnhofstraße einen Wettbewerb, bei dem das Publikum und eine Jury unter dem Vorsitz des international renommierten Mundharmoniker-Spielers Konstantin Reinfeld die Gewinner wählen. Es gibt zwei Gewinnerbands, die an beiden Festival-Abenden das Programm im Ali-Haurand-Keller eröffnen. Infos zu Bewerbungen unter per E-Mail an jazzfestival@viersen.de.

Über den Autor

Michael Vehreschild

Michael Vehreschild kennt und schätzt als ‚waschechter‘ Niederrheiner die Region. Als Teil des Redaktionsteams schreibt der gelernte Zeitungsjournalist Reportagen, Berichte und Interviews für NRlive.de. Als Redakteur ist er seit 2008 für mediamixx tätig.

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