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„Der zerbrochene Krug“ wird am Donnerstag, 26. April, 20 Uhr, im Kastell Goch aufgeführt. Heinrich von Kleist zeigt in seinem Lustspiel hochaktuell den Versuch, eine Lüge zur öffentlichen Wahrheit zu machen. Das Lustspiel wird vom Landestheater Burghofbühne Dinslaken mit sechs Schauspielern unter der Regie von Moritz Peters aufgeführt. Veranstalter ist die KulTOURbühne.

Ein Krug ist zerbrochen! Für die Besitzerin Frau Marthe scheint der Fall klar: Sie beschuldigt Ruprecht, den Verlobten ihrer Tochter, das Gefäß zerstört zu haben. Ruprecht weist die Anschuldigung zurück. Er behauptet, ein Fremder sei in das Haus von Frau Marthe eingedrungen und bei seinem überstürzten Aufbruch sei der Krug zu Bruch gegangen.

Und damit nicht genug: Auch das Vertrauen in seine Verlobte Eve sei beschädigt worden. Der Fremde sei nämlich ein Liebhaber Eves. Man müsse also nur erfahren, wer der Liebhaber sei, dann kenne man auch den Krugzerbrecher. Doch Eve schweigt zu den Vorwürfen. Dorfrichter Adam ist bei diesem Fall wenig bemüht, den wahren Täter zu bestrafen. Das Problem ist nämlich: Er selbst ist der Übeltäter. Immer mehr verstrickt er sich in ein Gespinst aus Lügen und Ausflüchten. Mit gewieften Verschleierungstaktiken und unlauteren Verhörmethoden setzt er allen Eifer daran, mehr Dunkel als Licht in den Fall zu bringen.

Vieldeutigkeit und Wortwitz

Mittels eines sprachlichen Feuerwerks an Doppel- und Vieldeutigkeit, dichtem Wortwitz und manipulativen Strategien verstrickt Kleist seine Hauptfigur in ein Lügengespinst. Der Zuschauer wird in diesem Prozess zum unmittelbaren Zeugen der Macht der Worte. Der zerbrochene Krug – ein Klassiker der deutschen Bühnen.

Tickets gibt es zum Preis von 10 Euro bei der KulTOURbühne im Gocher Rathaus (0 28 23 / 320-202, kultourbuehne@goch.de).

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