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Als Fahnder 2012 die spektakuläre Sammlung des Cornelius Gurlitt endeckten, war die gesamte Kunstwelt in Aufruhr. Zurzeit sind Teile des Kunstschatzes erstmals in zwei Ausstellungen in Bonn und Bern der Öffentlichkeit zugänglich gemacht worden. Und genau diesem echten Fall widmet sich der Erfolgsautor Ronald Harwood in seinem packenden Theaterstück „Entartete Kunst – Der Fall Cornelius Gurlitt“. Am Sonntag, 3. Dezember, 20 Uhr, wird auf der Festhallenbühne in Viersen in intimer Studioatmosphäre diese besondere Inszenierung des Renaissance-Theaters Berlin gezeigt.

Geschätzter Wert: eine Milliarde Euro

Was war passiert: Ein älterer Herr namens Cornelius Gurlitt fällt dem bayerischen Zoll bei der Einreise von der Schweiz nach Deutschland auf. Routinemäßige Ermittlungen ergeben, dass er nie einer Arbeit nachgegangen ist, keinerlei Einkünfte besitzt und auch noch nie im Leben Steuern bezahlt hat. Dafür nennt er eine von seinem Vater, einem von den Nationalsozialisten mit der Einziehung sogenannter „Entarteter“ Kunst beauftragten Experten, geerbte Sammlung moderner Kunst sein eigen. Die Werke galten seit Ende des zweiten Weltkriegs als verschollen. Geschätzter
Wert: eine Milliarde Euro.

Wem gehören die Kunstschätze?

Eine Sensation! Die Frage ist nur: Wem gehören die Kunstschätze wirklich?
Und was passiert mit dem alten Mann, wenn man ihm seine Bilder, die für ihn so etwas wie seine Familie sind, wegnimmt?

Ein Glücksfall ist die Besetzung des Protagonisten Cornelius Gurlitt mit dem Charakterdarsteller Udo Samel. Erstmals auf Tournee wird es möglich, den Burgschauspieler live vor Ort zu erleben. Außerdem auf der Bühne sind Boris Aljinovic, Anika Mauer und Ralph Morgenstern.

Einführung in den Theaterabend

Eine Einführung in den Theaterabend findet um 19.30 Uhr im Ernst-Klusen-Saal der Festhalle statt. Karten gibt es an der Abendkasse und im Ticketing der Kulturabteilung der Stadt Viersen, Heimbachstraße 12, Tel. 02162 101466 und 101468.