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Seit fast 30 Jahren setzt sich der Königliche Burgers‘ Zoo gemeinsam mit dem Papiliorama Zoo für den Schutz eines 355 Quadratkilometer großen Naturreservats in Belize ein. Nun kommen 110 Quadratkilometer hinzu, wie die belizianische Regierung in dieser Woche entschied. Als grüne Brücke soll das Areal den nördlichen mit dem südlichen Teil des Naturschutzgebietes verbinden – und so zum Erhalt bedrohter Tierarten beitragen.

Der Korridor mit dem „Shipstern Lagoon“

„Wir sind sehr stolz darauf, dass wir das Reservat um diese beträchtliche Fläche mit Hunderten seltener Tier- und Pflanzenarten erweitern dürfen“, sagt Alex van Hooff, Direktor vom Burgers‘ Zoo. „Zum Glück unterhalten wir schon seit Jahren ausgezeichnete Beziehungen zur Regierung in Belize. Man nimmt dort zur Kenntnis, dass unsere gut 30 Mitarbeiter vor Ort rund um die Uhr im Einsatz sind und sich unter unserer Leitung erfolgreich für den Schutz der Natur einsetzen. Nicht zuletzt durch dieses Vertrauensverhältnis ist es uns jetzt gelungen, mit der Regierung, einigen wichtigen privaten Grundbesitzern und mehreren NGOs (darunter auch unsere eigene NGO, mit der wir den Naturschutz in Belize vorantreiben) eine Vereinbarung zu erzielen. Dieser Schritt ist außerordentlich wichtig und weckt Hoffnung für die Zukunft von Tieren und Natur in Belize.“

Einer der fast 200 Tapire im von nun an geschützten Gebiet.

Essenzielle Entscheidung für die Tierwelt

Untersuchungen zeigen, dass in dem von nun an geschützten Gebiet mindestens zwanzig erwachsene Jaguare und fast zweihundert Mittelamerikanische Tapire leben. Für den Erhalt der genetischen Vielfalt in diesen Populationen bedeutet es einen gewaltigen Fortschritt, dass die Tiere aus dem nördlichen Reservat nun ungehindert Kontakt zu ihren Artgenossen aus dem südlichen Reservat aufnehmen können. Wenn ein solcher Austausch zwischen zwei Populationen einer Tierart nicht mehr stattfinden kann, stellt Inzucht langfristig eine ernsthafte Bedrohung für die Zukunft der betreffenden Art dar.

 

Eine Übersicht des Naturschutzgebietes

Historischer Schritt für Belize

Die Grenzen des Naturreservats sind gegenwärtig an vielen Stellen über Google Earth deutlich zu sehen: In den vergangenen Jahrzehnten wurden rund um das geschützte Gebiet in raschem Tempo Zehntausende Hektar Natur für Ackerbau und Viehzucht gerodet. „Die Zuweisung von 110 Quadratkilometern Land ist deshalb ein historischer Schritt und eine offizielle Bestätigung dafür, dass aktive Naturschutzarbeit tatsächlich Früchte trägt“, freut sich Van Hooff.

Zoobesucher leisten Beitrag

Im Juli 2017 hat der Burgers’ Zoo in Arnheim die mit einer Fläche von 3.000 Quadratmetern größte überdachte Mangrove der Welt eröffnet. Burgers’ Mangrove basiert vollständig auf dem Naturschutzgebiet in Belize. Hier sind Tiere wie Seekühe, Schmetterlinge, Krabben, Vögel und Fische zu Hause. Spenden, die Besucher in den sogenannten Money Spinners am Ausgang der Mangrove abgeben, belaufen sich pro Jahr auf gut 25.000 Euro. Sie kommen zu hundert Prozent Belize zugute. Darüber hinaus können Zoobesucher auch „Freunde von Belize“ werden und das Projekt durch die damit verbundene Spende unterstützen. Alle Informationen dazu auf www.burgerszoo.nl/belize.

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