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Bereits zum 89. Mal setzt sich am Sonntag, den 9. September 2018, eine wahre Blumenpracht im grenznahen niederländischen Dorf Lichtenvoorde in Bewegung. Ab 14 Uhr bietet der 2,5 Kilometer lange Blumenkorso den Zuschauern ein blühendes Schauspiel aus etwa vier Millionen Dahlien. Sie schmücken insgesamt 18 Wagen und hauchen den Ideen der Teilnehmer auf diese Weise Leben ein. Die Einwohner von Lichtenvoorde sind stolz darauf, dass der zweitgrößte Blumenkorso der Welt, der zum Kulturerbe der Niederlande gehört, durch ihre Straßen rollt. Musik, Theater, Tanz und der „Deutsche Treff“ runden das Programm ab.

Besonders imposant wirkt die Bienenkönigin. Bildquelle: Stichting Bloemencorso Lichtenvoorde

Die Korsogruppen setzen sich jedes Jahr zum Ziel, den schönsten und beeindruckendsten Blütenwagen zu bauen. Immerhin gilt es, die begehrten Preise der Fachjury und auch des Publikums zu gewinnen. Dabei überraschen die Korsobauer die Besucher immer wieder mit ihren kreativen Ideen. „Ein wichtiger Trend, den wir in den letzten Jahren gesehen haben, sind die Größe und immer mehr bewegliche Elemente auf den Wagen“, stellt Annet Gierkink von der Stiftung Bloemencorso Lichtenvoorde fest. Bis zu 9 Meter hoch und 4,5 Meter breit dürfen die Wagen sein, sie müssen schließlich noch sicher durch die Straßen befördert werden können. Bezüglich der Länge gibt es keine Vorschriften. Hydraulische Technik und Statisten erwecken die Kunstwerke sichtbar oder im Verborgenen zum Leben. „Augen, Körperteile, Schnäbel sowie Teile der Wagen selbst bewegen sich, wir wollen jedoch noch nicht zu viel verraten“, freut sich Gierkink auf den farbenfrohen Umzug. Am 9. September wird beispielsweise eine riesige Kirchenorgel Musik von Johann Sebastian Bach – mit Überarbeitung der britischen Band Sky – spielen. Besitzer des rollenden Instruments ist die Korsogruppe Teeuws. Sie haben im letzten Jahr mit dem Wagen „Licht Transport“ den Titel „schönster Korsowagen der Niederlande“ gewonnen.

Musikkorps liefern thematisch passende Musik zu den Themen-Wagen. Bildquelle: Stichting Bloemencorso Lichtenvoorde

„Treff“ für deutsche Besucher

Spielmannszüge, Schauspieler und Tänzer begleiten das blühende Spektakel. In den Cafés, Kneipen und Restaurants herrscht ebenfalls Festivalstimmung und am „deutschen Treff“ am Aaltenseweg warten Spezialitäten aus dem Nachbarland. „Damit zeigen wir, wie sehr wir uns über die vielen Besucher aus Deutschland freuen“, so Gierkink. „Hier wird Christoph Kesper die vorbeiziehenden Wagen auf Deutsch kommentieren, damit auch die deutschen Besucher den Hintergrundgeschichten zu den Wagen und der Parade folgen können.“

Zusammengehörigkeit ist bei diesem Event ein wichtiger Bestandteil, deshalb wird nach dem Blumenkorso traditionell mit Zuschauern, Veranstaltern und Helfern gemeinsam gefeiert. Länger bleiben lohnt sich aber nicht nur wegen der After-Show, sondern auch wegen der Ausstellung der Wagen im Anschluss an den Korso: Von 16.30 bis 23 Uhr können Besucher die bis zu neun Meter hohen und 30 Meter langen Kunstwerke auf dem Ausstellungsgelände in der Gert Reindersstraat in Lichtenvoorde besichtigen. Nach Einbruch der Dunkelheit rücken Scheinwerfer die Kunstwerke ins rechte Licht.

Eintrittskarten für den Blumenkorso sind für 7,50 Euro pro Person erhältlich. Kinder und Jugendliche bis einschließlich 16 Jahre haben freien Eintritt. Sitzplätze auf der Tribüne kosten zusätzlich 7,50 Euro. Die Tickets sind im Vorverkauf über die VVV-Touristinfo in Lichtenvoorde und auf www.blumenparade.de erhältlich. Außerdem werden Eintritts- und Tribünenkarten – sofern noch nicht ausverkauft – vor Ort angeboten.

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