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Für die meisten rollt das Skatebord in Mönchengladbach schon, seitdem sie denken können. In den 1990er Jahren begann alles mit dem D.O.M.E. an der Lürriper Straße, eine der größten und angesehensten Skatehallen Deutschlands. Nun sollen an der ehemaligen Radrennbahn diese historischen Wurzeln aufgegriffen und im Outdoor-Bereich neue Akzente gesetzt werden.

Mit seinen 800 Quadratmeter ist die neue Skateanlage an der Radrennbahn die größte und modernste Anlage der Stadt, die laut der Stadt Mönchengladbach alle Anforderungen an eine Skateanlage erfüllt: „Sie zeichnet sich durch eine Mischung aus Street- und Flow-Elementen aus und bietet Anfängern wie auch Fortgeschrittenen unbegrenzte Möglichkeiten, ihre Tricks zu trainieren und zu perfektionieren.“ Insgesamt besteht der Skatepark aus sechs Rails (Geländer), einem sieben Meter langen Curb sowie aus Bank-Transition Kombinationen und kann von mehreren Fahrern gleichzeitig genutzt werden. Die Umsetzung erfolgt in einer modernen Ortbeton-Bauweise.

Fußball, Basketball und Leichtathletik

Der Rollbrett Union e.V. (RBU) war von Anfang an der Planung beteiligt. Wünsche und Anmerkungen aus der Szene wurden berücksichtigt und von DSGN Concepts aus Münster in die Planung eingebunden. Zukünftig sind hier von dem Verein außerdem diverse Skate-Workshops und Events sowie eine Trainingsfacility für Nachwuchstalente geplant.

Neben der neuen Skateanlage sollen auf dem Gelände an der Carl-Diem-Straße außerdem weitere Angebote im Bereich des Freizeitsportes ermöglicht werden. Die Skateanlage ist als Highlight eingebettet in eine multifunktionale Gesamtsportanlage, die zusätzliche Sportflächen für Fußball, Basketball sowie diverse leichtathletische Disziplinen bietet.

Feld mit Stadioncharakter

Es war einmal: Rennen auf der Radrennbahn im Volksgarten 1952 Foto: Stadtarchiv Mönchengladbach

Das zentrale Kunststoffrasen-Kleinspielfeld, welches durch seinen ovalen Grundriss an die alte Radrennbahn erinnert, vermittelt durch die südlich angeordnete dreireihige Stufenanlage und den radial gebogenen Ballfangzaun einen Stadioncharakter.

Auch die umlaufende, etwa 500 Meter lange Fitnessrundlaufbahn auf der Krone der ehemaligen Radrennbahn greift optisch die historische Form auf und kann durch ihre LED-Beleuchtung ganzjährig von allen Sportlern des Quartiers genutzt werden. Seitlich angeordneten Fitnessinseln mit Sportgeräten ermöglichen eine Vielzahl von Fitnessübungen. Sie sei nicht nur rollstuhlgerecht ausgebaut, sondern könne durch ihren Asphaltbelag auch von den Skatern optimal mit genutzt werden, erklärt die Stadt Mönchengladbach.

Modernes Farbkonzept in Orange

Gesamtübersicht der Radrennbahn Foto: Geo3 Freiraumplanung

Zusätzlich sind mit einer Weitsprung-, einer Kugelstoßanlage sowie einer 100 Meter Kurzstreckenlaufbahn alle leichtathletischen Bereiche für den Schulsport abgedeckt. Durch ein modernes Farbkonzept in einem Orangeton werden alle Sportflächen optisch miteinander verbunden.
Geplant wurden die Sportflächen durch das Planungsbüro Geo3 GmbH aus Bedburg-Hau sowie der Hochbau durch dessen Partnerbüro Formfactum GmbH.

Das neue Multifunktionsgebäude zwischen dem Großspielfeld und den Freizeitsportanlagen bietet Platz für Umkleidekabinen, Vereins- und Mehrzweckräume. Aufenthaltsflächen zwischen den verschiedenen Sportflächen ermöglichen Raum für das Nebeneinander.

Zurzeit befinden sich die Bauarbeiten auf der Anlage in vollen Zügen. „Spätestens Ende des Jahres werden diese abgeschlossen sein und die Anlage kann für die Bürger geöffnet werden“, so die Stadt Mönchengladbach.

Mit der Skateanlage und den umliegenden Sportflächen an der ehemaligen Radrennbahn möchte die Stadt Mönchengladbach gemeinsam mit den RBU Mitgliedern einen urbanen Ort der Bewegung und Begegnung für das gesamte Quartier und darüber hinaus bieten.

Geschichte der alten Radrennbahn

Die Tribüne vor dem Abriss im Frühjahr 2017 Foto: Stadt MG

Zur Geschichte der ehemaligen Radrennbahn: Die alte Radrennbahn, die es seit den 1920er Jahren gab – die Tribüne wurde 1937 erbaut –, hat ihren Betrieb bereits 1975 eingestellt, weil der Asphaltbelag marode war und die ganze Anlage nicht mehr den sportlichen Anforderungen entsprach und daher nicht mehr konkurrenzfähig war. Der Bahnsport fand inzwischen auf schnelleren Holzbahnen in großen Sporthallen statt.
Wo noch bis zum Frühjahr 2017 die marode Tribüne der ehemaligen Radrennbahn zu sehen war, entsteht also zurzeit eine moderne Sport- und Freizeitanlage. Nachdem ein Kunststoffrasen-Großspielfeld bereits fertig gestellt und bespielbar ist, läuft der Bau eines Multifunktionsgebäudes mit Umkleiden, Lager-, Sozial- und Vereinsräumen, die von Schulen, Vereinen und für die Quartiersarbeit genutzt werden sollen. Nun haben auch die Arbeiten an den weiteren Außenanlagen mit Kunststoffrasen-Kleinspielfeld, Laufbahn, Joggingstrecke, Fitnessgeräten und dem Skaterpark begonnen. Insgesamt wird die Baumaßnahme rund 2,3 Millionen Euro kosten.

Über den Autor

Michael Vehreschild

Michael Vehreschild kennt und schätzt als ‚waschechter‘ Niederrheiner die Region. Als Teil des Redaktionsteams schreibt der gelernte Zeitungsjournalist Reportagen, Berichte und Interviews für NRlive.de. Als Redakteur ist er seit 2008 für mediamixx tätig.

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