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Tausende Radrennprofis und Hobbyfietser, Kinder und Erwachsene, sind in zwei Jahrzehnten auf die Strecke gegangen. Die Tönnissen-Brüder und die Radrenngemeinschaft Kleverland feiern nun den 20. Geburtstag ihres Spektakels.

Da sitzen sie also. Die fünf Herren, welche die 20. Ausgabe des Klever Radrennens planen: Rudi Tönnissen, Hans-Peter Roeloffs, Corny Aben, René Heister und Robin Schumann. Sie erzählen von dem, was war, was ist und wie die Zeit ihr Radrennen „Rund ums Tönnissen Center“ verändert hat. Nur eines ist geblieben – heute wie damals: die Leidenschaft fürs Radfahren. Sonntags traten sie nämlich schon immer in die Pedale. „Zugegeben“, sagt Rudi Tönnissen lachend, „heute starten die meisten aus unserer Clique von damals eher beim E-Bike-Rennen als mit der Elite…“ Zu sehen sein wird das 20. Jubiläums-Spektakel am Sonntag, 9. September, ab 11 Uhr – natürlich „Rund ums Tönnissen Center“. Wie immer.

Ein herzliches Dankeschön gilt in jedem Jahr, neben zahlreichen Helfern, THW, Feuerwehr und Verkehrskadetten vor allem auch den Anwohnern der Strecke.

Das „wie immer“ nahm 1997 mit den ersten Plänen, Ideen und „Radsportverrückten“ seinen Lauf. 1998 stieg das erste Rennen vor der Haustüre von Rudi Tönnissen und seinem Bruder Helmut. „Es war mühsam“, erinnert sich der Initiator, „in jedem folgenden Jahr lief’s besser, wir haben einfach immer weiter gemacht. Schließlich hat jeder ja so sein Ding. Und bei uns ist es eben das Radfahren.“ Damals, „inmitten der Ära Jan Ullrich“ stand der DJK Kellen noch als Veranstalter an ihrer Seite. Hier und da wurden ein paar Freunde und Nachbarn zusammengetrommelt, um Streckenposten zu besetzen und bei den Vorbereitungen zu helfen. Die Radler-Mannschaft aus Prag übernachtete in einem leerstehenden Raum des Tönnissen-Centers auf Matratzen. „Heute ziehen sie ins Rilano Hotel“, sagt Rudi Tönnissen. Gerne erinnert er sich an die Anfänge „seines“ Rennens und hofft, dass auch der Radsport-Nachwuchs von dieser Leidenschaft angesteckt wird.

„Die Veranstaltung wurde nicht nur immer größer und bekannter, sondern auch stetig professioneller“, erzählt Hans-Peter Roeloffs, erster Vorsitzender der Radrenngemeinschaft Kleverland, welche heute als Veranstalter im Boot ist. Aus den befreundeten Streckenposten wurden Verkehrskadetten. THW und Feuerwehr sowie die Stadt Kleve (Ordnungsamt und Fachbereich Sport) stemmen jedes Radrennen aufs Neue mit – „ihnen allen gilt unser besonderer Dank“, unterstreicht Rudi Tönnissen. Starke Fahrer und große Namen haben in 20 Jahren Radrennen „Rund ums Tönnissen Center“ die Schlagzeilen gefüllt. Jens Voigt stand in 2006 als Sieger auf dem Treppchen, Phil Bauhaus in 2013. Tour-Etappensieger Simon Geschke war im vergangenen Jahr am Start in Kleve – „das Rennen hat einen guten Ruf, das Programm bietet für Elite- wie Hobbyfahrer beste Startbedingungen“, sagt der Sportliche Leiter, Robin Schumann.

Corny Aben, Schatzmeister der Radrenngemeinschaft Kleverland, hebt hervor, mit wie viel Engagement diese Veranstaltung lebendig geblieben ist. Wenn er die Geschichte erzählt, dann beginnt sie so: „Es waren einmal zwei Brüder. Sie suchten nach einer innovativen Werbeidee für das gemeinsame Einkaufscenter. Und da einer der beiden ein leidenschaftlicher Hobbyrennfahrer war, lag die Idee eines Radrennens rund um ihr Einkaufscenter nah.“ An den 20. Geburtstag dachte damals wohl noch niemand. Heute feiern ihn alle mit Stolz.

Sie waren in 20 Jahren „Klever Radrennen“ dabei:
Erik Zabel (nicht gefahren), Andreas Klöden, Dirk Müller, Andreas Kappes, Andreas Beykirch, Roberto Barthko, Danilo Hondo, Fabian Wegmann, Jens Voigt, Mark Cavendish Rick Zabel, Nikias Arndt, Simone Geschke
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